Gelenkklasse

Übergang Grundschule - Gymnasium ("Gelenkklasse")

Situation
Eine besondere Herausforderung für unsere Schülerinnen und Schüler stellen der Übertritt von der Grundschule an die weiterführende Schule und damit der Neubeginn am Karlsgymnasium dar.
Um diesen Übergang weiter auszugestalten, bedarf es nicht nur vermehrter individueller Beratung und Förderung sowie gruppenspezifischer Unterstützung, sondern einer möglichst individuellen Begleitung des gesamten Prozesses.

Dies bedeutet für uns zweierlei:
Zum einen sollen Schülerinnen und Schüler, die grundsätzlich für den Besuch eines Gymnasiums geeignet sind, jedoch Übergangsprobleme oder Anlaufschwierigkeiten haben, so gefördert werden, dass sie das Klassenziel der Jahrgangsstufe 5 erreichen und ihren Bildungsweg am Gymnasium fortsetzen können.
Zum anderen müssen Schülerinnen und Schüler, deren gymnasiale Eignung sich im Laufe der Jahrgangsstufe 5 leider nicht bestätigt, auf einen Übertritt an die Realschule oder Haupt-/Mittelschule vorbereitet werden, wobei insbesondere bestehende Lehrplanunterschiede auszugleichen sind.


Diese zusätzliche Beratung und Betreuung funktioniert nur in einer komplexen Arbeitsgruppe in der Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachkräfte: So wird das Team hier vor allem durch die Grundschullehrkraft verstärkt, die an das Gymnasium abgeordnet ist, um als Lotse zu wirken und Orientierungshilfe zu bieten. Seit mehreren Schuljahren ist eine Lotsin fest im Kollegium des Karlsgymnasiums integriert. Sie berät Lehrkräfte, Eltern und Schüler sowie die Schule als Gesamtsystem mit klarem Blick für die Anliegen der neueintretenden Schülerinnen und Schüler und begleitet diese vor allem durch das erste Jahr. Dabei ist sie stets präsente Ansprechpartnerin, lernt die Kinder aber auch persönlich im fachlichen Kontext durch ihre Mitarbeit in Förderund Intensivierungsstunden kennen und bietet Begegnungsmöglichkeiten in den Bewegungsangeboten der Mittagsfreizeit.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl neuer konzeptueller Bausteine des Förderkonzeptes, welche ressourcenorientiert bereits in der Grundschulzeit ansetzen und somit den individuellen Übertritt jedes einzelnen Kindes prozesshaft begleiten. Die einzelnen Module werden im Team mit den Lehrkräften umgesetzt und stets weiterentwickelt.



Zusammenarbeit und Austausch auf Kollegenebene

  • regelmäßige Gesprächskreise von Gymnasiallehrkräften mit Lehrkräften der umliegenden Grundschulen
  • Unterstützung durch eine Lotsin (Grundschullehrerin am Gymnasium)
  • wechselseitige Hospitationen der Lehrkräfte im Unterricht der jeweils anderen Schulform
  • Teilnahme der Beratungslehrkräfte und der Sozialpädagogin an Runden Tischen mit Schulamt und Sozialbürgerhaus


Angebote im Grundschulbereich (4. Klasse)

  • Informationsabende für Eltern der Grundschule
  • Informationsabende für Eltern der angehenden Fünftklässler am Gymnasium
  • Schnupperangebote für einzelne Grundschulkinder und deren Eltern
  • Angebote der individuellen Diagnostik und Beratung bereits im Grundschulalter


Angebote im Gymnasialbereich (5. Klasse)

  • Integrationstage
  • Einstandsfest für neue Fünftklässler und deren Eltern
  • Lerntraining
  • Sozialtraining
  • Intensive Zusammenarbeit von Vertretern des Beratungsteams mit Lehrkräften im Förderunterricht und den Intensivierungsstunden (z. B. Mathematik-Intensivierung in Jahrgangsstufe 5 durch Fachlehrer, Grundschullehrerin, Sozialpädagogin und Schulpsychologin im Team)
  • Pädagogische Klassenkonferenzen
  • Individuelle Beratungsangebote für Schüler, Eltern und Lehrkräfte
  • Individuelle Förderung bei Anlaufschwierigkeiten und Förderbedarf
  • Vorbereitung von Schülern, die nicht gymnasialgeeignet sind, auf den Übertritt in RS oder HS/MS

(Ausgleich der Lehrplanunterschiede)